Ein führender deutscher Historiker bekennt, dass er den Deutschen in seinem Werk kein "nationalverträgliches Geschichtsbild" vermitteln wollte. Warum
nicht?
Was ist schlecht daran, wenn ein wahrhaftiges Geschichtsbild gezeichnet wird, mit dem sich die Nation identifizieren kann?
Warum zeichnen viele Historiker und die größte Zahl der Journalisten nur "politisch korrekte" Bilder von unserer Geschichte, in denen die starken Seiten
verschwiegen werden? Jeder weiß, dass "politisch korrekt" dargestellte Inhalte die Wahrheit nicht widerspiegeln, sondern aus dem Schuldgefühl nach dem Krieg entstanden sind.
Warum unterdrücken sie die verantwortungsvolle Rolle, die Deutschland im Laufe seiner Geschichte bis in die
Neuzeit hinein für Europa wahrgenommen hat?
Warum betrachten sie die deutsche Geschichte oft noch immer ausschließlich durch die Brille der zwölf Hitlerjahre und wundern sich empört über das
Entstehen neuen Unrats bei der AfD, die darauf erfolgreich ihr Süppchen kocht.
Warum sehen sie nicht, dass ein geschichtsloses Land ohne eine wahrhaftige Identität nach den Erkenntnissen des Historikers Michael Stürmer nicht leben
kann?
Warum verweist der Bundespräsident bei gegebenem Anlass nicht auch einmal darauf, dass Deutschland - wie alle Länder - mit
Stärken und Schwächen ausgestattet ist, und jedenfalls keines ist, das stets auf der Kippe zum Bösen balanciert, sondern
eines, "dem durch Teufelslist
sein Gutes ins Böse gezwungen wurde", wie Thomas Mann nach seiner Rückkehr aus dem Exil sagte.
Nicht mit dem Nachbeten pauschaler, kollektiver Schuldbekenntnisse entkommen wir der AfD-Falle und kommen der Wahrheit näher,sondernnur mit dem ruhigen Bohren dicker Bretter.